Kurzgymnasium
  • Organisation

Halte von Anfang an Ordnung mit deinen Unterrichtsmaterialien. Am Kurzgymnasium wirst du garantiert viel mehr Fächer, Hausaufgaben, Übungen und Unterlagen haben, als in der Sekundarschule. Lege für jedes Fach einen Ordner an und gliedere ihn nach Theorie, Übungen, Zusammenfassungen, Prüfungen etc. Lege dir Hefte, Blöcke, Lesezeichen, Stifte mit verschiedenen Farben etc. zu. Habe deine Unterlagen immer dabei. Am besten legst du dir eine Agenda zu, in welcher du dir deinen Stundenplan, Prüfungstermine und Hausaufgaben notieren kannst, um den Überblick zu behalten. Es ist enorm wichtig, dass du immer gut organisiert bist und weißt, wo du deine Unterlagen finden kannst. Lehrerinnen und Lehrer setzten in den Prüfungen meist alles voraus, was im Unterricht behandelt wurde. Ein gutes Ordungssystem stellt sicher, dass du nichts verlierst oder vergisst zu lernen. Zudem ist der Schulstoff aufeinander aufbauend und du wirst froh sein, wenn du weißt, wo du etwas findest, um es nochmals nachzulesen.

  • Bleibe konstant dabei

Lerne und übe kontinuierlich. Erledige deine Hausaufgaben und übe für die Fächer fortlaufend. Es macht wenig Sinn, den gesamten Lernstoff für eine Prüfung erst kurz vor der Prüfung zu lernen. Erstens lernst du den Inhalt dann nicht langfristig (was du aber solltest, denn der Stoff ist aufbauend und wird für den zukünftigen Unterricht vorausgesetzt, wenn er einmal behandelt wurde). Zweitens ist es kaum möglich, so viel in so kurzer Zeit zu lernen, gerade in strengen Wochen, in welchen du vielleicht jeden Tag eine Prüfung hast. Bedenke auch immer, dass es nicht nur darum geht, den Unterrichtsstoff zu verstehen oder zu lernen, sondern ihn auch zu üben. Übungen zeigen, ob du den Stoff wirklich und auch in einem gewissen Tempo beherrscht. Deshalb nochmals: Üben, üben, üben! Wir empfehlen jeden Tag eine fest abgemachte Zeit lang konzentriert zu üben, diese aber auch nicht zu überschreiten. Lege dein Handy und alles, was dich sonst noch ablenken könnte, weg. Stelle sicher, dass du dich in einer angenehmen und ruhigen Lernatmosphäre befindest. In dieser Zeit solltest du fit und hochkonzentriert arbeiten können, ohne gestört zu werden oder im Stress zu sein.

  • Suche dir (wenn nötig) Hilfe

Solltest du etwas nicht verstehen, ist es wichtig, dass du dir sofort Hilfe suchst. Im Kurzgymnasium geht es mit dem Unterricht rasch weiter und der Stoff baut aufeinander auf. Hast du etwas nicht richtig verstanden, dann frage im Unterricht nochmals bei deinem Lehrer nach oder suche dir Hilfe bei deinen Klassenkameraden. Liegen tiefgreifendere Verständnisprobleme vor, kannst du auch professionellen Nachhilfeunterricht besuchen. Gerade am Anfang ist dies für viele Schülerinnen und Schüler am Gymnasium üblich. Die Umstellung, das Tempo und der Druck können sehr belastend sein und eine große Hürde darstellen. Nachhilfeunterricht ist daher nichts Seltenes oder etwas, wofür man sich schämen müsste. Ganz im Gegenteil, es ist klüger, sich frühzeitig Hilfe zu suchen, um ein solides Fundament zu schaffen.

  • Rede mit deinen Eltern oder Freunden

Die Probezeit kann manche Kinder sehr bedrücken. Sei es Aufgrund der großen Umstellung, der vielen Prüfungen sowie Hausaufgaben oder der Selektionsdruck wirkt sich psychisch belastend aus. Dies zeigt sich zum Teil in häufigen Gemütsschwankungen oder Schlafstörungen. Rede mit deinen Eltern, Freunden oder einer anderen Vertrauensperson, wenn du dich nicht gut fühlst oder der Druck zu groß wird. Deine Gesundheit ist wichtiger als eine Prüfungsnote. Ignoriere deine Gefühle nicht einfach sondern sprich darüber mit Vertrauten und überlegt euch gemeinsam eine Lösung.

  • Suche dir einen Ausgleich

Es ist wichtig, dass du neben der Schule einen Ausgleich für dich findest. Es sollte etwas sein, dass du wirklich nur für dich (und nicht für die Schule) tust und dir Spaß macht. Eine Sportart, etwas an der frischen Luft oder etwas Kreatives – Alles hilft dir dabei, den Kopf frei zu kriegen und Abstand vom Schulstress zu gewinnen. Unternehme etwas mit deiner Familie oder deinen Freunden. Pflege deine sozialen Kontakte. Du sollst dich dabei zufrieden und glücklich fühlen!

  • Probiere verschiedene Lerntechniken aus

Viele der neuen Schüler/innen sind sich gar nicht daran gewohnt, so viel lernen zu müssen. Manchmal muss ein Kind erstmal lernen, richtig und effizient zu lernen. Probiere deshalb unbedingt verschiedene Lerntechniken aus, um für dich die Ideale zu finden. Hier einige Ideen:

  • Schreibe eine Zusammenfassung über den Unterrichtsstoff und gliedere ihn auf
  • Lerne mit Karteikarten; Schreibe sie aber selbst! (Gerade bei Vokabeln sehr hilfreich)
  • Lerne gemeinsam mit Freunden und versucht ein Problem zusammen zu lösen
  • Lese dir den Unterrichtsstoff durch und markiere wichtige Stellen
  • Nimm dich selbst in einem Audio auf, während du über ein Thema sprichst und höre es dir immer wieder an
  • Rede über den Unterrichtsstoff; Erkläre ihn deiner Familie oder deinen Klassenkameraden
  • Bitte jemanden darum, dich abzufragen (z.B. bei Vokabeln)
  • Löse Übungen (mehrmals), aber ohne dabei auf die Lösungen zu schauen
  • Frage deine Lehrpersonen nach alten Prüfungsaufgaben oder Beispielaufgaben
  • Gesunder Lebensstil

Ein gesunder Schlafrhythmus, ausreichend Bewegung, eine vollwertige Ernährung, soziale Kontakte, frische Luft und eine zufriedene Einstellung tragen mehr zum Bestehen der Probezeit bei, als du vielleicht denkst. Fit und ausgeruht kannst du den stressigen Schulalltag problemlos meistern und konzentriert lernen. Positive Gedanken und eine zufriedene Grundeinstellung helfen dir dabei, Durchhänger und Motivationstiefs zu überstehen.

  • Motivationstiefs und Durchhänger sind normal

Früher an der Sekundarschule hast du vielleicht problemlos und ohne viel zu lernen Bestnoten geschrieben. Am Kurzgymnasium ändert sich das jedoch für viele. Du wirst dich viel mehr und härter anstrengen müssen und bekommst dafür möglicherweise trotzdem nicht deine Wunschnote. Manchmal kannst du so viel lernen, wie du willst, der Stoff geht einfach nicht in deinen Kopf rein. Manche Fächer werden dir liegen, andere dafür nicht. Vielleicht wirst du auch mit der Unterrichtsart eines Lehrers nicht zurechtkommen oder es geht dir alles viel zu schnell. Möglicherweise hast du dir in einer Prüfung auch eine bessere Note erhofft.  Das kann sich demotivierend auswirken, ist aber völlig normal. Lerne, damit umzugehen. Schlussendlich zählt die Gesamtheit und nicht einzelne Momentaufnahmen. Lass dich nicht unterkriegen, sondern bemühe dich weiter. In der Probezeit soll sich auch zeigen, welche Schüler/innen das Zeug dazu haben, durchzuhalten und Kampfgeist beweisen.

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